Typ-1-Diabetes: Ursachen

Typ-1-Diabetes: Ursachen Von Typ-1-Diabetes sind schon Kinder und Jugendliche betroffen.

Typ-1-Diabetes zählt zu den häufigsten Stoffwechselerkrankungen im Kindes- und Jugendalter.1 Tatsächlich tritt Diabetes mellitus Typ 1 meist in jungen Jahren auf, kann sich selten aber auch erst später manifestieren („LADA-Diabetes“).2 Die Ursachen sind noch nicht abschließend geklärt. Fest steht allerdings, dass es sich meist um eine Autoimmunreaktion handelt – der Körper richtet sich gegen sich selbst.

Typ-1-Diabetes: Was im Körper passiert

Bei Typ-1-Diabetes kommt es aufgrund einer Autoimmunreaktion zu einer zunehmenden Zerstörung der insulin-produzierenden Beta-Zellen in den Langerhanschen Inseln der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Vereinfacht dargestellt bedeutet dies, dass Menschen mit Typ-1-Diabetes kaum oder gar kein Insulin mehr produzieren können. Damit fällt das wichtigste Regulationssystem des Blutzuckerspiegels aus! In der Folge heißt das für Patienten mit Typ-1-Diabetes, dass sie insulinpflichtig sind, das heißt mehrmals am Tag Insulin spritzen müssen, um den Blutzuckerspiegel im „grünen Bereich“ zu halten.

Lesen Sie hier mehr zum Thema Insulintherapie.

Gut zu wissen: Insulin ist ein körpereigenes Hormon, das dafür sorgt, dass der Blutzucker in die Zellen des Körpers „verteilt“ wird und somit nicht zu sehr in die Höhe steigt.

Diabetes Typ 1:
Warum das Immunsystem falsch reagiert

Warum das Immunsystem eigene, wichtige Zellen angreift, ist bis heute noch nicht abschließend geklärt. Allerdings scheint eine gewisse genetische Veranlagung eine wichtige Rolle zu spielen. Dies alleine würde allerdings noch nicht erklären, warum die Zahl der Typ-1-Diabetiker gerade unter Kleinkindern stetig wächst. Daher rücken auch Virusinfektionen in den Fokus der Ursachenforschung bei Typ-1-Diabetes. Fest steht: Im Gegensatz zu Typ-2-Diabetes spielt bei Typ-1-Diabetes ein zu viel an Fast Food, Süßigkeiten & Co. keine entscheidende Rolle bei der Entstehung.

In seltenen Fällen ist keine Ursache erkennbar. Auch entsprechende Autoantikörper lassen sich nicht im Blut nachweisen. Man spricht in diesem Zusammenhang von einem idiopathischen Typ-1-Diabetes (Typ 1b).

Gut zu wissen: Die Symptome bei Typ-1-Diabetes wie starker Durst, häufiges Wasserlassen oder Gewichtsabnahme stellen sich meist sehr plötzlich ein und treten erst dann auf, wenn etwa 80 Prozent der insulinproduzierenden Beta-Zellen zerstört sind. Im weiteren Verlauf werden schließlich auch die restlichen Zellen, die Insulin produzieren, „vernichtet“ (absoluter Insulinmangel).

Verdacht auf Typ-1-Diabetes?
Frühzeitig Behandlung einleiten

Aufgrund des absoluten Insulinmangels sind Menschen mit Typ-1-Diabetes immer auf Insulin und die regelmäßige Kontrolle des Blutzuckerspiegels angewiesen. Wer also Anzeichen wir starken Durst, häufiges Wasserlassen, Gewichtsabnahme, Müdigkeit, Abgeschlagenheit sowie trockene Haut bemerkt, sollte frühzeitig den Arzt aufsuchen, um eine geeignete Diabetes-Behandlung in die Wege zu leiten.

1 Die Last mit dem Zucker. In: Die PTA in der Apotheke, März 2012
2 Therapie des Typ-1-Diabetes. In: Praxisempfehlungen der Deutschen Diabetes-Gesellschaft. 1. Auflage, August 2011
3 Langerhans’schen Inseln: Dabei handelt es sich um eine Zellansammlung, die eine wesentliche Rolle bei der Kontrolle und Regulation des Blutzuckerspiegels spielt. Ein Teil dieser Zellansammlung stellen die Beta-Zellen dar, die für die Insulinproduktion verantwortlich sind.
4 Die Last mit dem Zucker. In: Die PTA in der Apotheke, März 2012
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