Teststreifen: Worauf kommt es an?

Teststreifen: Worauf kommt es an?

Zur Blutzuckermessung werden heute verschiedene Teststreifen eingesetzt. Mehrheitlich verwenden die Deutschen nach wie vor lose Teststreifen aus der Dose. Allerdings haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt: einzeln verpackte Teststreifen sind deutlich besser gegen äußere Einflüsse geschützt. Und das kommt wiederum auch der Messgenauigkeit zugute.

Teststreifen: Einflüsse im Überblick

Teststreifen sind in den letzten Jahren immer deutlicher in den Fokus der Wissenschaft geraten. Untersucht wurde unter anderem, welchen Einflüssen die typischen losen Teststreifen auf der Dose ausgesetzt sind und was dies unter anderem für Auswirkungen auf die Messgenauigkeit hat.

Die wichtigsten Einflüsse haben wir hier für Sie zusammengefasst:

  • Luftfeuchtigkeit

    Luftfeuchtigkeit

    Wenn eine Dose mit Teststreifen nach der Verwendung nicht unmittelbar wieder fest verschlossen wird, sind die Teststreifen häufig einer erhöhten Luftfeuchtigkeit ausgesetzt (z. B. im Bad oder in der Küche). Daraus können sich deutlich negative Auswirkungen auf die Messgenauigkeit ergeben.

    So hat eine Untersuchung gezeigt: Wenn Teststreifen nur zwei Stunden der Luft ausgesetzt sind, kann dies zu Abweichungen der Messgenauigkeit von bis zu 26 Prozent führen!1

    Fazit: Lose Teststreifen aus der Dose können durch Luftfeuchtigkeit in ihrer Messgenauigkeit beeinträchtigt sein.
  • Schmutz

    Schmutz

    Auch Schmutzpartikel sind häufig auf Teststreifen zu finden. Eine entsprechende Verschmutzung kann zu Fehlern bei der Messung führen.

    Wichtig: Teststreifen sollten auch nicht mit Lebensmitteln oder Wasser in Kontakt kommen.

  • Bakterien/ Mikroorganismen

    Bakterien/ Mikroorganismen

    Lose Teststreifen aus Sammelverpackungen können von Bakterien besiedelt (kontaminiert) werden und stellen damit eine potentielle Infektionsquelle dar. Hier bieten einzeln verpackte Teststreifen deutliche Vorteile. Das zeigt jetzt eine aktuelle Vergleichsstudie2: Untersucht wurde die Häufigkeit bakterieller Kontaminationen auf losen Teststreifen und einzeln verpackten Teststreifen. Die Studie wurde in 5 Krankenhäusern in Deutschland durchgeführt, wobei insgesamt 316 Blutzuckerteststreifen gesammelt und kultiviert wurden. Hiervon waren 170 Teststreifen kontaminiert.

    Das Besondere: Die bakteriell kontaminierten Teststreifen stammten ausschließlich aus Sammelverpackungen – die zum Vergleich herangezogenen, einzeln verpackten Teststreifen wiesen keine Kontamination auf. Das Infektionsrisiko lässt sich demzufolge durch die Verwendung von einzeln verpackten Teststreifen senken.

    Auch die Autoren der Studie schließen daraus: „Einzeln verpackte Teststreifen sind eine sichere Alternative.“2

Die Alternative: Einzeln verpackte Teststreifen

Vor diesem Hintergrund bieten einzeln folienverpackte Teststreifen deutliche Vorteile: Sie sind sicher vor Schmutz, Kontamination und Feuchtigkeit geschützt.

Darüber hinaus sind einzeln verpackte Teststreifen auch besonders für aktive Menschen geeignet. Die Gründe sind vielfältig:

  • Nur die tatsächlich benötigte Menge an Teststreifen muss mitgenommen werden
  • Das Verschütten von losen Teststreifen gehört der Vergangenheit an
  • Es sind immer und überall genaue Messungen möglich – egal, wo Sie sich gerade befinden
  • Die Teststreifen können nach dem Gebrauch hygienisch in der Verpackung entsorgt werden (kein Blutkontakt)
Tipp: Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten, welche Blutzuckermessgeräte in Kombination mit einzeln verpackten Teststreifen angeboten werden.
1 Keffer P, Kampa I. Instability of blood glucose test strips in uncapped vials. Diabetes 1998;47(Suppl.1):A6.
2 Thomé MW, Gulbins G Prävalenz bakterieller Kontaminationen auf Blutzuckerteststreifen im Krankenhauseinsatz: Sammelverpackung versus Einzelverpackung. Perfusion 2014; 27: 168–172
3 Brannan C. Evaluation of the FreeStyle Precision Neo blood glucose and ketone monitoring system. Perfusion 2015; 28:4-13
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