Behandlung von Diabetes

Behandlung von Diabetes Leben mit Diabetes: Finden Sie die Therapie, die zu Ihnen passt.

Ziel der Diabetes-Therapie ist es, den Blutzuckerspiegel zu regulieren und damit das Risiko für teils gefährliche Folgeerkrankungen zu reduzieren. Wie die Behandlung von Diabetes im Detail aussieht, ist unter anderem von der Diabetes-Form abhängig. So benötigen Typ-1-Diabetiker grundsätzlich Insulin, während bei Typ-2-Diabetes mitunter eine Ernährungsumstellung und eine Steigerung der körperlichen Aktivität bereits ausreichen kann, um den Blutzucker wieder in geordnete Bahnen zu lenken.

Diabetes mellitus: Therapie Basics

Die Diabetes-Behandlung unterscheidet sich unter anderem je nach vorliegender Diabetes-Form. In allen Fällen wird die Teilnahme an einer Diabetes-Schulung für einen selbstsicheren Umgang mit der Stoffwechselerkrankung Diabetes dringend empfohlen. Auch die regelmäßige Blutzuckerselbstkontrolle gehört zum Leben mit Diabetes dazu, um den Erfolg der eingeleiteten Therapie-Maßnahmen zu überprüfen und mögliche Blutzuckerspitzen frühzeitig zu erkennen. Hier ermöglichen moderne Blutzuckermessgeräte heute nicht nur eine genaue und vollständige Erfassung aller relevanten Daten, sondern auch deutlich mehr Freiheit im Alltag.

Lassen Sie sich von Ihrem betreuenden Arzt ausführlich über die nächsten Schritte beraten. Er wird Sie während der Diabetes-Behandlung kompetent begleiten.

Typ-1-Diabetes: Behandlung

Bei Menschen mit Typ-1-Diabetes liegt ein „absoluter Insulinmangel“ vor. Die Bauchspeicheldrüse produziert kein Insulin. Das Hormon ist aber notwendig, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Daher sind Typ-1-Diabetiker ihr Leben lang auf die Behandlung mit Insulin angewiesen.

Lesen Sie hier mehr über die Behandlung von Typ-1-Diabetes.

Typ-2-Diabetes: Behandlung

Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes besteht ein „relativer Insulinmangel“. Zu Beginn der Erkrankung produzieren die Zellen der Bauchspeicheldrüse noch Insulin, die Körperzellen reagieren aber nur unzureichend auf Insulin (gestörte Insulinwirkung). Erst im weiteren Verlauf kann es zu einem vollständigen Versiegen der Insulinproduktion kommen. Die Zufuhr von Insulin muss bei Typ-2-Diabetes daher nicht zwingend notwendig sein! Der Körper kann noch auf seine eigenen Vorräte zurückgreifen.

Daher sieht die Basistherapie bei Typ-2-Diabetes zunächst eine Ernährungstherapie und eine Steigerung der körperlichen Aktivität vor.1 Mitunter kann also bereits eine ausgewogene Ernährung, der Abbau von Übergewicht und ein Plus an Bewegung helfen, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Zeigen diese Maßnahmen nach etwa 3-6 Monaten keinen Erfolg, kann die Kombination mit Diabetes-Medikamenten in Tablettenform (z. B. Metformin) sinnvoll sein. Erst wenn diese Therapieoptionen nicht greifen, ist auch bei Typ-2-Diabetes eine Insulintherapie angezeigt.

Lesen Sie hier mehr über die Behandlung von Typ-2-Diabetes.

Schwangerschaftsdiabetes: Behandlung

Kommt es während der Schwangerschaft zu Diabetes („Gestationsdiabetes“), sollten sich betroffene Mütter zu einer Diabetes-Schwerpunkteinrichtung überweisen lassen, die Erfahrung bei der Betreuung von Schwangeren hat.

In etwa 80 Prozent der Fälle ist eine Umstellung der Ernährung sowie ein Plus an Bewegung auch bei Schwangerschaftsdiabetes ausreichend, um den Blutzuckerspiegel wieder in den Griff zu bekommen.2 Die Blutuzckerselbstkontrolle gibt hier Aufschluss über den Erfolg.

Sollten diese Maßnahmen nicht erfolgreich sein, kann zusätzlich Insulin erforderlich werden. Dies betrifft etwa 20 % der Schwangeren mit Gestationsdiabetes. Es wird in diesem Fall bis zur Geburt unter die Haut gespritzt. Danach kann das Insulin wieder abgesetzt werden.

Wichtig zu wissen: Diabetestabletten sind in der Schwangerschaft nicht zugelassen.

Lesen Sie hier mehr über die Behandlung von Schwangerschaftsdiabetes.

Diabetes-Behandlung: Kontrolle

Zur Überprüfung der Effektivität der eingeleiteten Behandlungs-Maßnahmen sind verschiedene Checks sinnvoll:

  • Kontrolle des HbA1c-Wertes (Langzeitblutzuckerwert): Dieser Wert sollte einmal pro Quartal beim Arzt bestimmt werden und gibt Aufschluss über die Blutzuckereinstellung der letzten Wochen
  • Blutzuckerselbstkontrolle: Zur Erkennung von Blutzuckerspitzen dient die regelmäßige Messung des Blutzuckerspiegels zu Hause. Moderne Blutzuckermessgeräte und –systeme machen dies heute so bequem und effektiv wie nie zuvor.
  • Harnzuckerkontrolle: Bei Verdacht auf hohe Blutzuckerwerte kann eine Harnzuckertestung sinnvoll sein. Zu beachten ist dabei, dass z. B. eine Unterzuckerung auf diese Weise nicht erkannt werden kann
  • Weitere Kontrolluntersuchungen für Diabetiker, um ggf. Folgeerkrankungen von Diabetes frühzeitig zu erkennen: Nierenkontrolle, Ermittlung der Blutfettwerte, Untersuchung beim Augenarzt, Fußinspektion u.a. Mehr erfahren
1 Nationale Versorgungsleitlinie Therapie des Typ-2-Diabetes. S3. 08/2013
2 Deutsche Diabetes Gesellschaft: Schwangerschaftsdiabetes. 04/2012
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